Rückblick 3. Quartal 2026
Die Aktienmärkte zeigten im dritten Quartal 2026 keine einheitliche Richtung. Im Juli legten europäische Aktien zu, während amerikanische Aktien in Euro gerechnet schwächer tendierten. Im August unterstützten gute Unternehmensergebnisse die internationalen Märkte. Im September gerieten vor allem europäische Aktien durch steigende Zinsen und höhere Energiepreise unter Druck.
Der europäische STOXX Europe 600 gewann im Juli rund 1,3 % und im August 0,5 %. Im September folgte ein Rückgang von rund 2,4 %. Beim DAX standen Zuwächsen von jeweils rund 2,5 % in den ersten beiden Monaten etwa 4,0 % Verlust im September gegenüber. Die Angaben beziehen sich auf Euro und berücksichtigen wiederangelegte Dividenden vor Steuern.
Amerikanische Technologieunternehmen profitierten weiterhin von hohen Investitionen in künstliche Intelligenz. Die Kursgewinne verteilten sich jedoch nicht gleichmäßig über die Unternehmen. In Europa waren über das Quartal besonders Energieunternehmen, Banken und Grundstoffproduzenten gefragt. Höhere Finanzierungskosten belasteten dagegen Immobilien-, Bau- und Konsumunternehmen.
Japanische Aktien lagen zum Quartalsende unter ihrem Stand von Ende Juni. Chinesische Aktien erholten sich, blieben aber seit Jahresbeginn im Minus. Für ein Aktienportfolio zählte damit nicht nur die Region, sondern auch die Auswahl der Unternehmen. Bei internationalen Anlagen beeinflussten zusätzlich die Wechselkurse das Ergebnis in Euro.
Ausblick – Aktienmärkte
Investitionen in künstliche Intelligenz und digitale Infrastruktur können die Unternehmensgewinne weiter unterstützen. Davon könnten neben Technologieanbietern auch Unternehmen profitieren, die Rechenzentren, Energieversorgung und Infrastruktur bereitstellen. Entscheidend bleibt, ob aus hohen Investitionen tatsächlich steigende Gewinne entstehen.
Hohe Zinsen und steigende Kosten wirken dagegen. Besonders empfindlich können Aktien reagieren, deren heutiger Preis bereits große Gewinne in ferner Zukunft voraussetzt. Je höher die Erwartungen sind, desto wichtiger wird ihre tatsächliche Erfüllung.
In Europa könnten höhere Energiekosten die Gewinne zusätzlich belasten. In Japan unterstützen Reformen der Unternehmensführung und Aktienrückkäufe. Bei einem Aktienrückkauf erwirbt ein Unternehmen eigene Aktien zurück. Zinsänderungen und Wechselkursschwankungen bleiben wichtige Einflussfaktoren.
Eine ausgewogene Haltung und eine gezielte Auswahl erscheinen deshalb angemessen. Im Mittelpunkt stehen Unternehmen mit nachvollziehbaren Gewinnaussichten, soliden Finanzen und der Fähigkeit, höhere Kosten weiterzugeben. Gute Unternehmen und ein angemessener Aktienpreis gehören dabei zusammen.