Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der MEAG

Wir haben Hinweise zu Fällen erhalten, in denen die MEAG oder ihre Mitarbeiter in sozialen Medien für Betrugsversuche missbraucht worden sind bzw. werden. Dies kann über gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen sowie Apps geschehen. Bitte beachten Sie, dass die MEAG keine WhatsApp-Chats betreibt und auch sonst keine sozialen Medien nutzt, in denen Anlagetipps o.ä. angeboten werden.

Sollten Sie Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, in denen Sie im Namen der MEAG aufgefordert werden, persönliche Daten preiszugeben, Anlagetipps zu befolgen oder Zahlungen zu leisten, gehen Sie bitte nicht darauf ein. Melden Sie bitte zweifelhafte Aktivitäten an info@meag.com.

Kapitalmärkte 2026: Chancen in einem bewegten Umfeld.

Interview mit Stefan Amenda

Interview mit Stefan Amenda

Stefan Amenda, Leiter Aktien & Multi Asset

Das Börsenjahr 2025 hat gezeigt: Die Märkte sind widerstandsfähig. Trotz politischer Unruhen und Handelskonflikten freuten wir uns über deutliche Kursgewinne – besonders bei Technologieaktien und Edelmetallen. Doch was bedeutet das für die Kapitalmärkte im Jahr 2026? Stefan Amenda, Leiter Aktien und Multi Asset MEAG, ordnet die Entwicklungen ein.

Das Jahr 2025 war trotz vieler Schlagzeilen ein hervorragendes Börsenjahr. Was war der Haupttreiber für diese positive Entwicklung?

Das stimmt, die Märkte haben sich erstaunlich robust gezeigt. Der entscheidende Motor war der anhaltende KI-Boom und die robusten Gewinne der Unternehmen. Das hat die Aktienkurse – besonders im Tech-Bereich – beflügelt. Auch Edelmetalle haben stark zugelegt, während der US-Dollar spürbar an Wert verlor. Trotz der geopolitischen Unruhen stand die wirtschaftliche Substanz im Vordergrund.

Blicken wir nach vorn: Kann 2026 dieses Tempo halten?

Wir sind grundsätzlich optimistisch, aber wir raten zu einem realistischen Blick. Wir erwarten auch für 2026 positive Entwicklungen, getragen von staatlichen Investitionen in den USA, Japan und Deutschland. Allerdings werden die Renditen wahrscheinlich nicht ganz so hoch ausfallen wie im Jahr 2025. Wir wechseln von einem Sprint in einen Dauerlauf.

Ein großes Thema für Anleger sind immer die Zinsen. Gibt es bei der Inflation Entwarnung?

Die Inflation pendelt sich auf einem stabilen Niveau ein, in manchen Regionen sinkt sie sogar weiter. Deshalb gehen wir davon aus, dass Zinserhöhungen 2026 weitestgehend kein Thema für die Notenbanken sein werden. Das gibt dem Markt Planungssicherheit.

Welche Risiken sollten Anleger dieses Jahr auf dem Schirm haben?

Wir müssen uns auf mehr Volatilität einstellen. Die politische Unberechenbarkeit der USA und die hohe Staatsverschuldung sowie Diskussionen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank werden die Märkte beeinflussen. Eine gezielte Auswahl von Titeln ist jetzt wichtiger denn je, da einige Marktsegmente bereits recht hoch bewertet sind.

Wie sieht die optimale Strategie für das aktuelle Umfeld aus?

Wir setzen auf einen Dreiklang:

  1. Aktien: Der Fokus liegt auf Qualität und Unternehmen mit robusten Gewinnen. 
  2. Anleihen: Sie sind weiterhin ein Stabilisator im Portfolio und liefern wieder planbare Erträge. 
  3. Rohstoffe: Als strategische Beimischung bleiben sie unverzichtbar, um das Portfolio gegen Überraschungen zu diversifizieren. 

Wie sieht Ihr Ausblick für die kommenden Monate aus? 

Wir sind zuversichtlich. Wer breit gestreut bleibt und auf Qualität setzt, kann die Chancen von 2026 hervorragend nutzen.